Discounter gibt es in Bonn an jeder Ecke

Bonner General-Anzeiger vom 02.04.2016

„Discounter gibt es in Bonn an jeder Ecke“ Zum Artikel „Aldi stellt der Stadt ein Ultimatum“ vom 10. März Als Anwohner des Siegweges in Kessenich bin ich schon sehr erstaunt, was alles in dem von der Größe her doch überschaubaren Areal zwischen Rheinweg und Heizkraftwerk in Kessenich beidseits der Schienen gebaut und gemacht werden soll: Bahnhaltepunkt, Flüchtlingsunterkünfte, Seilbahnstation, Fernbusbahnhof, Sozialwohnungen, Erweiterung Heizkraftwerk, Kombi- beziehungsweise Hallenbad und nun auch noch ein Aldi-Markt inklusive Parkplätze und eventuell Wohneinheiten. Dürfen wir demnächst mit dem Wunsch nach einem Terminal für Öltanker oder einem Weltraumbahnhof rechnen? Völlig vergessen wird bei allen Vorschlägen offensichtlich, dass es neben den Schrebergärten dort auch ein seit Jahrzehnten gewachsenes, teilweise verkehrsberuhigtes Wohngebiet mit Spielstraßen, Kindergarten und Sportstätten gibt. Schon jetzt ist die zufahrt durch die oftmals in der Praxis nur einspurige Verkehrsführung und die Bahnstrecke nur für Pkw sinnvoll möglich, nicht aber für Lkw oder dauerhaften Lieferverkehr. Es steht zu befürchten, dass über das Areal scheibchenweise verfügt wird und man dann hinterher feststellt, dass die Infrastruktur vollkommen überlastet ist und die Situation für die Anwohner nicht mehr tragbar. Bevor weitere Ideen in die Welt gesetzt werden, sollte man die Vorschläge besser vollständig durchdenken, sortieren und dann mit allen Betroffenen klären, was überhaupt machbar und tragfähig ist.
Mir ist auch nicht klar, was mit dem Miesen-Gelände südlich des Heizkraftwerkes passieren soll. Hier überwuchern gerade mehrere Hektar Gelände mit Unkraut, ohne dass irgendeine Nutzung erkennbar wäre. Die Stadt sollte sich hier eigentlich mit den Eigentümern im Gespräch befinden, wenn städtischer Grund anscheinend knapp ist.
Konkret zu Aldi: Diesen Discounter gibt es in Bonn an jeder Ecke. Ich bin sicher, die Versorgungssicherheit der Kessenicher Bevölkerung ist auch ohne Aldi sichergestellt. Wenn es ein juristisches Problem gibt, müssen das die Juristen lösen. Zur not sollte man das Prozessrisiko eingehen und nicht aus lauter Ängstlichkeit städtische Grundstücke weggeben.
Esko Stahl
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