Das rundum gelungene Projekt für die UN-Klimastadt Bonn

Außen-Riegel

Sehr geehrte Ratsmitglieder,
in der kommenden Ratssitzung sollen Sie den Bebauungsplan „Franz Lohe Straße“ in Kessenich zustimmen. Es handelt sich um einen vom Bauträger erarbeiteten vorhabenbezogenen Bebauungsplan, den die Verwaltung unbedingt durchboxen will.
33 Stellungnahmen der Bürger mit über 100 Anregungen/Bedenken wurden nicht berücksichtigt.

Bereits heute herrscht
– im angrenzenden Wohngebiet eine gesundheitsschädliche Verkehrslärmbelastung von 60-65 dB(A)
– ein ungesundes Klima mit geringem Luftaustausch
– eine starke bauliche Verdichtung
Klima-Verkehr
Durch das Bauprojekt wird

– die Verkehrslärmbelastung nochmals um mind. 3 dB(A) ansteigen,
– die Temperatur an heißen Tagen bis zu 3 Grad Celsius erhöht,
– die Frischluftzufuhr im Quartier weiter eingeschränkt,
– die jetzt schon unzureichende Infrastruktur weiter belastet,
– die Zerstückelung des südlich gelegenen grünen Freiraumes vorbereitet,
– die Aussagen des Integrierten Freiraumkonzeptes konterkariert.

Die Verwaltung verkauft Ihnen das als ein rundum „gelungenes“ Projekt für die Ansicht1_3_klein-quer UN-Klimastadt Bonn! Tatsächlich zeigt es, dass Innovationen in dieser Stadt und mit dieser Verwaltung nicht möglich sind. 

Der Verwaltung ist klar, dass kein Ratsmitglied Zeit und Lust hat die 91 Seiten starke Vorlage und die nur in der Sitzung ausliegenden Gutachten zu lesen. Die Stellungnahmen sind „schöngeschrieben“ und sollen den  Rat gefügig machen.

Lassen Sie sich bitte nicht von der Verwaltung an der Nase herum führen.

Das beigefügte Bild (Ansicht 1-3) zeigt, was Sie da absegnen sollen. Auf einem zweiten Foto (Klima-Verkehr)sehen Sie welche Wohngebiete voraussichtlich von der Klimaveränderung durch den 23 (!) Meter hohen Riegelbau betroffen sind (lila) und auf welche Straße es noch voller werden wird (rot).

Wenn Sie diesem Projekt zustimmen, dann müssen Sie sich bewusst sein, dass Sie mit Ihrer Entscheidung Kessenich und seinen Bürgern erheblichen Schaden zufügen.
Solche Wohnklötze gibt es bisher nur im Tannenbusch und auf dem Hardtberg. Die Bestandsgebäude werden alle um mindestens 10 Meter überragt.

Zwar haben wir noch die Hoffnung, den B-Plan im Rahmen eines Normenkontrollverfahrens vor dem Verwaltungsgericht kippen zu können, doch entbindet Sie das nicht von Ihrer Verantwortung.

Als Bürger und Bürgerinnen der Stadt Bonn verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen
und einem letzten Appell an Ihr Verantwortungsbewusstsein

Dipl. Ing. Dieter StollenwerkDr. Alexandra Unkelbach, Prof. Dr. Conrad Schetter, Werner Kentrup, Prof. Dr. Rotraut Wisskirchen, Alfred Wisskirchen, Dr. Cristoph Niessen, Raimund Gerber, Dr. Sandra Balzer, René Salamon, Silke Hildebrand, Ingo Unkelbach, Dr. Brigitte Schwinge

im Namen der Bürgerinitiative „Wohnen an der Reuterbrücke“

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