Argumentation

Dossier002 Die Bebauung unserer schönen Kleingartenfläche ist in der Stadtplanung der Stadt Bonn bereits fest vorgesehen. Die gesamte Fläche entlang des Bahndamms von Reuterbrücke bis zum ehemaligen Dottendorfer Kraftwerk (hinter Wasserland) soll bebaut werden – siehe dunkelblau hinterlegte Fläche auf der unteren Karte. Das Konzept nennt sich übrigens  „Wohnenswertes Bonn“… Somit betrifft dies in Zukunft auch einen Großteil der Kleingartenanlage des Kleingärtnervereins Bonn-Kessenich-Dottendorf e.V. Der Bau der „Bahnquartiere“ an der Reuterbrücke war also nur der Anfang. Plan_Bonn Die Stadt will also unter anderem einen großen Teil des Geländes nördlich des Bahnübergangs am Rheinweg mit einem Aldi-Discounter und Wohneinheiten bebauen, das Gelände ist heute Bestandteil der Kleingartenanlage Bonn-Süd. Die politisch Verantwortlichen verstoßen damit gegen ihre eigenen Leitlinien und Grundsätze, nach denen eine Bebauung hier nicht zulässig ist.

Die wichtigsten Fakten im Überblick zusammengefasst  für alle Vereinsmitglieder.

  1. Bebauung in einem Natur- und Schutzraum: Das Gelände ist Teil eines von der Stadt beschlossenen ökologischen Natur- und Schutzraumes, der unbebaut bleiben soll (Integriertes Freiraumsystem der Bundesstadt Bonn Version A // Version B ). Auf dem Gelände findet Biotop- und Artenschutz statt zudem erfüllt dieser Naturraum eine wichtige Funktion für das lokale Klima. Die Stadt würde damit ohne Not einen weiteren innerstädtischen Grünraum versiegeln, dieses widerspräche deutlich den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag

  2. Ausreichendes Lebensmittelangebot und gefährliche Verkehrssituation: Das Gelände wurde als Standort eines Supermarktes durch ein Gutachten der Stadt bereits ausführlich geprüft und abgelehnt (Zentrenkonzept der Stadt Bonn). Erstens ist ein weiterer Supermarkt zur Versorgung der Bevölkerung nicht nötig, das Angebot in Kessenich (Rewe, Lidl,…) ist ausreichend. Der Bau gefährdet zusätzlich das Ortsteilzentrum Kessenich und die dortigen Geschäfte, weil Kunden an einen zentrumsfernen Standort umgeleitet würden. Zweitens entstünde durch den Neubau eine gefährliche Verkehrssituation am Bahnübergang Rheinweg mit erheblichen Rückstaus. Zudem sind die Zufahrtswege zum geplanten Aldi-Discounter nicht für den zusätzlichen Verkehr ausgelegt.

  3. Erhalt der Kleingartenanlage: Die auf dem Gelände heute vorhandene Kleingartenanlage erfüllt eine wichtige soziale und ökologische Funktion in Kessenich. Sie ermöglicht Menschen, die sich kein Haus mit Garten leisten können, ein Stückchen Grün nach eigenen Vorstellungen kreativ zu pflegen, sich aus dem eigenen Anbau teilweise selbst zu versorgen und aktiv Naturschutz zu betreiben. Insgesamt bewirtschaften zurzeit ca. 120 Menschen das Gelände, rund 70 davon würden nach den jetzigen Plänen ihre Gärten verlieren.
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