Kessenicher vermissen Konzept der Stadt

Kessenicher Initiative -GA

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Kessenicher vermissen Konzept der Stadt

Per Mausklick zum urbanen Garten:

Neues Internetangebot der Stadt Bonn informiert über Flächen für Urban Gardening

01.03.2017 – BN – Gärtnern ist bei den Bonnerinnen und Bonnern weiterhin beliebt: Immer mehr Menschen und Garteninitiativen prägen das Stadtbild auf unterschiedlichste Art und Weise mit ihren gärtnerischen Ideen. Die Stadt Bonn unterstützt das urbane Gärtnern und stellt daher Flächen zur Verfügung, welche zu diesem Zweck genutzt werden können. Ein neues Internetangebot informiert ab sofort über mögliche Anbauflächen im Bonner Stadtgebiet.

Per Mausklick können sich Gartenfreunde jetzt ganz leicht informieren, wo in ihrer Nachbarschaft noch ein grünes Plätzchen frei ist, um Obst und Gemüse, Blumen und Sträucher oder sonstiges Grün anzupflanzen. Über die Darstellung im Online-Stadtplan lassen sich die Standorte der potenziellen urbanen Gärten leicht nachvollziehen. Die interaktive Karte verrät, ob die Flächen direkt verfügbar sind, derzeit vorbereitet werden oder bereits verpachtet sind. Zudem sind zu vielen Flächen Fotos und wichtige Eckdaten zur Zugänglichkeit, zum Wasseranschluss und den Bodenverhältnissen hinterlegt. Interessierte können online direkt einen Nutzungsvertrag herunterladen.

Mit der Unterzeichnung eines Nutzungsvertrags übernehmen die Bürger auch die Verantwortung für die Pflege der Flächen. „Wir freuen uns über das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und möchten den urbanen Gärtnerinnen und Gärtnern da, wo es möglich ist, den Raum geben, mit ihren kreativen Ideen unser Stadtbild zu bereichern“, so Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün.

Weitere Möglichkeiten als urbaner Gärtner aktiv zu werden, bieten die verschiedenen Bonner Urban-Gardening-Initiativen: So unterschiedlich wie die Formen der urbanen Gärten sind, so unterschiedlich sind auch die Motive der Stadt-Gärtnerinnen und -Gärtner: Von der reinen Lust am Gemüseanbau über soziale bis zu politischen Beweggründen ist alles vertreten. Mit den Aktiven im Urban Gardening sind meistens die zahlreichen Garteninitiativen gemeint, die jenseits von Haus- und Schrebergärten entstehen. Das bewirtschaftete Terrain ist dabei oftmals Teil des öffentlichen Raums, es wird gemeinschaftlich gesät und geerntet, ökologisch und nicht kommerziell. Die Stadt Bonn arbeitet seit mehreren Jahren mit vielfältigen Akteuren konzeptionell in diesem Themenkomplex zusammen, um die Entwicklung des urbanen Gärtnerns und damit verbunden auch der urbanen Landwirtschaft zu fördern.

Das neue Internetangebot der Stadt sowie eine Übersicht zum Thema Urban Gardening in Bonn ist verfügbar unter http://www.bonn.de/umwelt_gesundheit_planen_bauen_wohnen/amt_fuer_stadtgruen/gruene_projekte/17131/index.html?lang=de.

Bei Fragen können sich die Bürgerinnen und Bürger per E-Mail an das Amt für Stadtgrün wenden: urban-gardening@bonn.de.

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Wettbewerb gestartet

Urban gardening – viel mehr als Gemüseanbau

Boden lockern und Kompost verteilen, Gemüse anbauen und Werkzeuglager zimmern – Gartenarbeit vermag es auf einzigartige Weise, ein Gefühl von Ortsverbundenheit und „Verwurzelung“ zu vermitteln. Kaum ein Ort ist besser geeignet um miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Daher leisten Kleingärtnervereine und Gemeinschaftsgärten, die ihre Anbauflächen für geflüchtete Menschen öffnen, einen wichtigen Beitrag zur Integration der Menschen, die derzeit in Deutschland Schutz vor Krieg und Gewalt suchen. An solche Gärten richtet sich der Wettbewerb „Gärten der Integration“.

Der Wettbewerb sucht Projekte und Initiativen, die dem „urbanen Gärtnern“ zuzuordnen sind und die geflüchtete Menschen einbeziehen oder von Geflüchteten initiiert wurden. Dazu gehören Gartenprojekte aller Art, wie z.B. Kleingärtnervereine und Gemeinschaftsgärten mit Flüchtlingsarbeit, Interkulturelle Gärten oder Gärten auf dem Gelände von Flüchtlingsunterkünften.

Im Juni, September und November wird je ein Projekt als „Garten der Integration“ ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld von 500 Euro. Die Einreichungsfrist für die erste Auszeichnung ist der 15. Mai 2017, letzter Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2017.

Möchten Sie auf dem Laufenden bleiben?

Jeden Monat informieren wir per E-Mail über besondere Wettbewerbsbeiträge und natürlich die Siegerprojekte, sowie über die Aktivitäten der DUH. Ab Mitte März können Sie sich hier zum Newsletter anmelden.

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Wettbewerb gestartet

Tomorrow / Die Welt ist voller Lösungen

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Mélanie Laurent und Cyril Dion wissen, dass die Menschen über die Medien täglich mit Katastrophenmeldungen bombardiert werden. Der Klimawandel ist da nur eine von vielen Gefahren, die das Leben auf der Erde bedrohen. Dennoch war es ihnen ein Herzensprojekt, insbesondere darauf aufmerksam zu machen. Anstatt aber wie so viele das nahende Weltuntergangs-Szenario bilderreich aufzuzeigen, entschieden sie sich dazu, einen anderen Weg mit ihrem Projekt einzuschlagen: Sie wollen ein positives Bewusstsein dafür wecken, dass es für ein Umdenken eben noch nicht zu spät ist.

Die Regisseur: Mélanie Laurent, Cyril Dion.
Der Autor: Cyril Dion

Tomorrow / Die Welt ist voller Lösungen

Kessenicher warnen vor Verkehrskollaps

G.A. 17.11.2016 BONN. Rolf Kleinfeld

Noch eine Aldi-Filiale in Bonn, und dann noch am Rheinweg in Kessenich kurz vor der Bahnschranke: Damit haben viele Anwohner so ihre Schwierigkeiten, wie sich bei einer Bürgerversammlung am Dienstagabend zeigte.

Mehr als 130 in erster Linie Kessenicher ließen sich in der Aula von Bonns fünfter Gesamtschule von der Stadt über die Pläne informieren, auf dem alten Kiesgruben-Areal neben der Bahnlinie einen Discounter zu genehmigen.

„Das ist jetzt schon eine Verkehrskatastrophe in Kessenich“, sagte ein Bürger in einer ersten Wortmeldung. „Mehr Verkehr verträgt diese Straße nicht.“ Der Hinweis von Stadtplaner Manuel Mayer, je länger die Schranke geschlossen sei, desto weniger Autos fahren über den Rheinweg, sorgte für ironische Lacher im Publikum.

Geplant ist auf der 14.000 Quadratmeter großen städtischen Fläche ein Aldi-Discounter im Erdgeschoss sowie zwei weitere Etagen für Dienstleister und Wohnen – der Eindruck des 13,50 Meter hohen Gebäudes sei dadurch aber viergeschossig, so wie an den Aldi-Standorten in Vilich, der Bonner Straße und in der amerikanischen Siedlung in Bad Godesberg. Eine neue Straße soll als Zufahrt zum Discounter und den 60 neuen Parkplätzen gebaut werden. Hinter den Häusern am Moselweg werden derzeit drei Wohncontainer für Flüchtlinge errichtet, die nach drei Jahren durch Mehrfamilienhäuser ersetzt werden sollen.

Sorgen betreffen den Verkehr

Das Problem für die Bürger ist nicht der Umstand, dass Gutachter den Rheinweg grundsätzlich als geeignet für einen Nahversorger-Standort bewerten, der das Kessenicher Zentrum nicht beeinträchtigen würde. Die Sorgen betreffen vielmehr den Verkehr: Laut Stadt sind derzeit 3500 Autos täglich auf dem Rheinweg unterwegs, das sei Durchschnitt. Der Discounter werde täglich weitere 1100 Fahrten erzeugen, so die Prognose.

„Aber das Problem sind die enormen Einschränkungen durch die Schließzeiten der Bahnschranke“, erklärte Stadtplaner Mayer. Hinzu kommt: Die Kessenicher werden sich so oder so auf längere Schließzeiten einstellen müssen, wenn der neue Bahnhaltepunkt UN-Campus in Betrieb geht. Das begründete Mayer mit Sicherheitsanforderungen der Bahn. Derzeit sei die Schranke pro Stunde bereits 30 Minuten lang geschlossen, künftig werde es mehr sein.

„Wenn man einen Fehler gemacht hat, darf man nicht den zweiten machen, der noch größer ist“, sagte ein Bürger und spielte auf die Schadensersatzdrohung an. Es brauche jedenfalls ein Verkehrskonzept, das den gesamten Ortsteil betrachte. „Die Straßen sind hier zu eng, und die Situation ist jetzt schon unerträglich“, fand ein Bürger. Sollten die Aldi-Pläne umgesetzt werden, gerät laut Gutachter auch die Kreuzung Karl-Barth-Straße/Rheinweg/Markusstraße an ihre Grenzen.

Kessenicher warnen vor Verkehrskollaps

Städtebauliche Entwicklung „Rheinweg Süd“

Der Standort „Rheinweg Süd“ soll wie folgt entwickelt werden:

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Im nordöstlichen Teil des Grundstücks ist ein mehrgeschossiges Geschäftshaus geplant (zum Beispiel mit Dienstleistungen), welches auch als Lärmschutz gegenüber der Bahnstrecke dient.

Im Erdgeschoss dieses Gebäudes soll ein Nahversorger (Aldi) mit einer Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern untergebracht werden.

Die südöstlich angrenzenden Flächen parallel zur Bahn beziehungsweise zum Haltepunkt „UN-Campus“ werden aktuell für Flüchtlingsunterkünfte genutzt. Zukünftig sollen hier neue Wohngebäude entstehen.

 

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Die Bezirksvertretung Bonn hat beschlossen, dass für die städtebauliche Entwicklung des sich südlich an den Rheinweg anschließenden Bereichs eine Bürgerinformation nach § 9 der Hauptsatzung der Stadt Bonn durchgeführt wird (DS-Nr. 1313831NV4).

Diese findet am Dienstag, 15. November 2016, um 18 Uhr in der Aula der Gesamtschule Bonns Fünfte, Eduard-Otto-Straße 9, statt. Die Aula ist über den Eingang zur Realschule, August-Bier-Straße 2a, erreichbar.

Städtebauliche Entwicklung „Rheinweg Süd“